Gemeinsam unter einem Dach – ein Gewinn für alle

  

Auf dem Bonhoeffer-Areal, dem ehemaligen Krankenhausgelände, ist ein Haus für Mehrgenerationenwohnen in Planung. Es wird ab Januar 2019 entstehen, für Mitte 2020 ist der Einzug vorgesehen. 14 Wohnungen unterschiedlicher Größe sind noch zu vergeben, gerne und vor allem an junge Familien.

 

Die Pläne für das neue Haus werden täglich konkreter: In enger Abstimmung aller Beteiligten, begleitet von einer renommierten Stuttgarter Architektin und einem Baugruppen-erfahrenen Projektsteuerungsbüro konkretisieren sich derzeit die Pläne für das Projekt „Wohnen im Quartier“. Zwei freistehende Häuser mit hellen Wohnungen sind durch einen eingeschossigen Gemeinschaftstrakt miteinander verbunden. Dort werden als Gemeinschaftsräume ein großzügiger Gruppenraum und eine Werkstatt entstehen, eine kleine Gästewohnung sowie ein Raum mit allem, was zum gemeinsamen Nutzen des Innenhofs und der Grünflächen nötig ist. Auch an eine Dachterrasse, von der aus man über Backnang schauen kann, ist gedacht.

 

„Wir verstehen unser Zusammenleben in einem Mehrgenerationenhaus als zukunftweisendes Projekt für individuelles Wohnen. Wir wollen durch das Einbringen unserer unterschiedlichen Talente, Wünsche und Visionen eine neue Qualität von Wohnen und Leben gestalten.“

 

So steht es im Leitbild der Planungsgruppe von „Wohnen-im-Quartier“, und diese Vorgaben fließen nun in die Planungen ein. Unterstützt von der Stadtverwaltung, haben sich seit 2013 inzwischen 20 Personen zusammengefunden, deren Ziel es ist, dieses Konzept zum Miteinander-Leben in die Tat umzusetzen: Menschen verschiedener Altersgruppen planen zusammen ein Haus, das Raum für Menschen in verschiedenen Lebenssituationen bietet. Gemeinschaft wird dabei ebenso groß geschrieben wie der Respekt nötiger Privatsphäre. Die Gruppe ist davon überzeugt, dass sich vieles gemeinsam leichter meistern lässt, getreu dem Motto: Mit vielen Talenten viel erreichen.

 

Derzeit noch unterrepräsentiert sind die jungen Familien, die bei Projekten dieser Art naturgemäß etwas später auf den Zug aufspringen, aber dann dennoch meist rechtzeitig ankommen.

 

Ankommen um zu bleiben, denn oft zeigt sich: anfängliche Skepsis bei dem Begriff Mehrgenerationen schlägt oft rasch in Begeisterung um. Diejenigen, die dabei sind, stellen schnell  fest, dass es die vielen kleinen Dinge sind, die das Leben in einem solchen Haus so lebenswert machen: Die Nachbarin, die kurzer Hand mit einem Stück Kuchen über einen nervigen Arbeitstag hinwegtröstet. Der Hausmitbewohner, der irgendwie die vergessene Packung Milch beschafft. Die befreundete Mutter, die nachts ein fiebersenkendes Mittel für den kranken Steppke bringt, oder die vielen anderen Kinder, die ohne „Mutti-Taxi“ ihre Spielkameraden direkt vor Ort finden können.

 

Dabei unschätzbar in heutiger Zeit: die potenziellen Babysitter – ein riesiger Pluspunkt, wenn Termine wahrgenommen werden müssen, bei denen die Kinder nicht mitgenommen werden können. Gut, wenn man sich da auf die Gemeinschaft verlassen kann, eine(r) ist eigentlich immer da, der Zeit hat, sich darum zu kümmern. Anruf genügt.

 

Der Termin der nächste Info-Veranstaltung steht noch nicht fest.